Ein Roadtrip durch atemberaubende Landschaften

Für drei Wochen haben wir Norwegen per Camper (ein gemieteter T7 mit Dachzelt) erkundet. Das Hauptziel soll die Inselgruppe Lofoten sein, welche für ihre atemberaubende Landschaftsszenerien bekannt ist – sofern das Wetter stimmt. Die Reisezeit wählten wir auf den Übergang von September zu Oktober. Dies sollte uns auch das Erhaschen von Nordlichtern ermöglichen. Hier nun unserer Highlights:
Flåmsdalen
Die Reise beginnt in Bergen, wo wir mit der Fähre anlandeten. Der erste Weg führte uns gleich nach Flåm zu unserer ersten Tour: Wir wollten das Flåmsdalen erkunden. Ein Highlight ist hier die Flåmsbana, eine Eisenbahn von Flåm nach Myrdal, eine ca. 867 Meter hoch gelegene Bahnstation am Westrand der Hochebene Hardangervidda. Hinab geht es zu Fuß entlang das ca. 20km langen Rallarvegen, vorbei an Wasserfällen, Bahnstrecken und Bergbauerhöfe.
Nördlich von Flåm kann man die E16 verlassen und über den Gamle Aurlandsvegen reisen. Dieser belohnt einen mit imposanten Ausichtsspunkten und einer herrlichen Fjellandschaft.






Aufstieg zum Molden
Auf den weiteren Weg Richtung Norden kamen wir am Molden vorbei. Dies ist ein markanter Aussichtsgipfel (1118m), der einem einen Weiten Blick über den Lustrafjord ermöglicht – ein Seitenarm des Sognefjords. Am Fuße der Strecke hatten wir uns einen schönen Campingplatz gesucht und die Nacht auch schon die ersten Nordlichter erblickt.




Gletschertour Supphellenbreen
Der Supphellenbreen ist ein majestätischer Ausläufer des Jostedalsbreen-Geltschers. Diese Wander-Tour bot uns ein ruhiges und intensives Naturerlebnis – auch weil dieser Ausläufer touristisch nur wenig frequentiert ist.







Weiter in den Norden über Dalsnibba und Geiranger
Der Weitere Tourverlauf führte uns vorbei an Dalsnibba und dem berühmten Geiranger Fjord. Letzteres ist unter anderem bekannt durch den Wasserfall „Die sieben Schwestern“. Leider lag über den Fjord eine dichte Nebelwand, welche aber dennoch für atmosphärische Aufnahmen sorgte.








Endlich auf den Lofoten
Über Nacht setzten wir mit dem Schiff von Bodø nach Moskenes über. Das Wetter begrüßte uns recht verdrossen, was die Einheimischen den „ersten guten Tag seit zwei Wochen“ nannten. Als das Wetter besser wurde traten wir die Tour zum Munkebu an. Diesen Gipfel sollten wir aber wetterbedingt nicht erreichen. Dennoch konnten wir unterwegs herrliche Eindrücke sammeln.








Reine und Umgebung
Reine ist eingebettet zwischen steil aufragenden Granitbergen und dem tiefblauen Reinefjord. Das kleine Fischerdorf wie eine perfekte Mischung aus Naturkunstwerk und nordischem Märchen. Die roten Fischerhütten – Rorbuer genannt – kleben wie Farbtupfer am Wasser, während im Hintergrund Gipfel wie der Reinebringen die Szenerie dramatisch einrahmen. Als wir vor Ort waren, war der Wanderweg zum Reinebringen leider stark beschädigt, daher zogen wir weiter nach Nesland, aber nicht ohne einige fantastische Highlights mitzunehmen.








Auf dem Fiskersti von Nesland nach Nusfjord
Der historische Fiskersti verbindet das kleine Dorf Nesland mit dem UNESCO-geschützten Nusfjord – einst ein wichtiger Fußweg für Fischer. Heute führt er Wanderer auf rund 5 Kilometern entlang zerklüfteter Felsen, vorbei an Brandung, Vogelklippen und einsamen Buchten. Er ist ein authentischer Küstenpfad, auf dem man spürt, wie das Meer und der Wind das Leben hier prägen. So hatten wir selbst bei gutem Wetter mit auf den schlammigen Pfaden zu kämpfen. Am Ende wartet Nusfjord mit seinen roten Rorbuer und einer Reise in Norwegens Fischervergangenheit.





Aufstieg zum Stornappstinden
Mit 738 Metern ist der Stornappstinden kein Riese, aber er hat etwas, das selbst höhere Gipfel neidisch macht: eine 360°-Aussicht über türkisfarbene Buchten, zerklüftete Bergketten und die endlose Weite des Nordmeers. Unser Weg begann am Nappskaret-Pass und führt steil, aber lohnend, über Wiesen und Felsgrate hinauf. Oben angekommen, eröffnete sich uns eien traumhafte Ausicht auf die Welt der Lofoten.





Kvalvika – die Wahlbucht
Eingerahmt von steilen Bergen und nur zu Fuß erreichbar, liegt Kvalvika wie ein geheimes Paradies an der wilden Nordmeerküste. Der goldene Sand, das türkisfarbene Wasser und die tosende Brandung machen den Strand zu einem der spektakulärsten Orte Norwegens. Leider konnten wir aufgrund der Brandung nocht vin der Vestervika zur Nordvika übersetzen und wir mussten umkehren. Die Tour war dennoch ein Highlight.




Hoven und der weitere Weg zurück zum Festland
Das Wetter wurde schlechter und die unsere geplante Hoven-Tour viel starkem Regen und Wind zum Opfer. Der Hoven ragt wie eien Haifischflosse über die Insel Gimsøya auf. Dafür hatten wir über Nacht aber viel Glück mit den Nordlichtern, die auf einen halbwegs freien Himmel trafen.







Rago Nationalpark und Litlverivassforsen
Wieder auf den Weg in den Süden, machten wir einen Abstecher zum Rago Nationalpark. Die Wandertour führte uns zum Litlverivassforsen, ein mächtiger Wasserfall, der sich in mehreren Kaskaden ins Tal stürzt. Er ist nur zu Fuß erreichbar und belohnt mit einem weiten Ausblick über die schroffe Landschaft und den Flußbiegungen im Tal.







Slottet – Der „kleine“ Preikestolen am Mofjord
Nur etwa 1,5 Stunden von Bergen entfernt, wartet in der winzigen Gemeinde Modalen ein letztes HIghlight: Slottet, eine Felsformation, die sich steil 200 Meter über den Mofjord erhebt. Dies war einer der letzten Highlights unseres Abenteuers in Norwegen, eh wir in Bergen wieder in die Fähre steigen.




