Unser langjähriger Traum wird wahr! Wir kratzen alle Ersparnisse und Urlaubstage zusammen und begeben uns auf eine 6-Wöchige Tour an das buchstäblich andere Ende der Welt: Neuseeland. Unsere Reise startete in Auckland und führte uns zuerst über die Nordinsel. Die Stationen waren dabei der Coromandel Nationalpark, Rotorua und der Tongariro Nationalpark.
Von Wellington aus setzten wir mit der Fähre auf die Südinsel über. Unsere Route führte zunächst entlang der Nord- und Westküste über den Abel-Tasman-Nationalpark, die raue West Coast sowie die Gletscher Fox und Franz Josef bis zum Lake Wānaka und weiter südwärts nach Te Anau. Auf dem Rückweg Richtung Norden durchquerten wir das Landesinnere entlang der Neuseeländischen Alpen. Zu den Höhepunkten zählten dabei der majestätische Aoraki/Mount Cook und der Arthur’s Pass. Anschließend folgten wir der Ostküste über Kaikōura bis in die Marlborough-Region. Nach der Rückkehr auf die Nordinsel standen schließlich noch der eindrucksvolle Mount Taranaki und – natürlich – das Auenland auf dem Programm, bevor unsere Reise in Auckland ihren Abschluss fand.
Erfahrt im folgenden gerner mehr über die tollen Eindrücke, die wir auf unserer Reise gesammelt haben!
Coromandel Nationalpark
Der Coromandel Nationalpark liegt auf der Coromandel-Halbinsel im Norden Neuseelands und umfasst große Flächen ursprünglich bewaldeter Berg- und Küstenlandschaften. Das Schutzgebiet wurde 1975 eingerichtet und dient dem Erhalt einheimischer Pflanzen- und Tierarten. Zahlreiche Wanderwege erschließen den von Kauri-, Rimu- und Nikaupalmen geprägten Regenwald und führen zu Aussichtspunkten, Wasserfällen und abgelegenen Buchten.
Wir starteten unsere Tour am Stony Bay Campsite. Der Weg führte zunächst durch die für die Coromandel-Halbinsel typischen, fast dschungelartig anmutenden Wälder und stieg anschließend in offene, grasbewachsene Hochlagen an. Ein immer wiederkehrendes Motiv entlang der Strecke waren die scheinbar unbeeindruckt dösenden Schafe, die vielerorts das Landschaftsbild prägen.
Cathedral Cove
Die Cathedral Cove ist ein gewaltiger Felsbogen, der zwei Sandstrände miteinander verbindet und wurde über Jahrtausende durch Wind und Wellen geformt. Die Markenten Formationen „Smiling Sphinx Rock“ und „Te Hoho Rock“ wurden stetig vom Merr umspült und waren dabei dankbare Fotomotive.
Rotorua & Taupō Volcanic Zone
Rotorua riecht man, bevor man es sieht. Der unverkennbare Schwefelgeruch verrät schon von weitem, dass unter der Oberfläche einiges in Bewegung ist. Kaum eine andere Region Neuseelands zeigt ihre vulkanische Herkunft so unverblümt: Überall dampft, blubbert und zischt es, ein markanter Schwefelgeruch liegt in der Luft. Die Landschaft rund um Rotorua ist Teil der Taupō Volcanic Zone, einer der aktivsten Vulkanregionen der Erde. Zwischen Kraterseen, heißen Quellen und den Vulkanen des Tongariro-Nationalparks wird schnell klar, dass hier noch immer gewaltige Kräfte am Werk sind – auch wenn sie sich meist auf ein gelegentliches Fauchen und Blubbern beschränken.
In Rotorua begegneten wir dem Vulkanismus in all seinen Facetten: vom frei zugänglichen Kuirau Park mit seinen dampfenden Quellen über das Waimangu Volcanic Valley und die farbenprächtigen Thermalgebiete von Wai-O-Tapu bis hin zum überraschend ruhigen Redwood Forest. Wir hätten hier gerne ein paar Tage mehr verbracht (wie so oft).
Tongariro-Nationalpark
Der Tongariro-Nationalpark ist das geologische Herz der Nordinsel und zugleich Neuseelands ältester Nationalpark. Die Landschaft wird von den aktiven Vulkanen Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro geprägt, die Teil des Pazifischen Feuerrings sind. Erkaltete Lavaströme, Kraterseen und weite Aschefelder verleihen der Region stellenweise eine fast außerirdische Atmosphäre. Kein Wunder, dass hier auch die Filmkulisse für Tolkiens Mordor entstand.

